Ein anderer Weg zur "Siegermentalität"
Claus-Dieter Kaul
„Bildung ist Zukunft,
die Zukunft hängt von der Bildung ab.
Deshalb engagieren wir Eltern uns für Reformpädagogik in Schulen, Kindergärten, Kindergruppen, …“
(Elterninitiative NÖ-Plattform ZukunftBildung)

Teil 1:

Welche Bildung braucht das Land?

Pro-Kopf-Förderung und volle Autonomie des Standorts als Ausbruch aus der Stagnation im Bildungssektor

An die 2.000 Kinder in Niederösterreich werden in reformpädagogischen Bildungseinrichtungen in privater Trägerschaft betreut und unterrichtet. Ihnen gemeinsam ist nicht nur eine Pädagogik, die von der des öffentlichen Schulsystems abweicht, sondern auch der Kampf um die Finanzen, weil nur ein Bruchteil ihrer Kosten durch staatliche Förderungen abgedeckt werden. Die Eltern zahlen Steuern und Gemeindeabgaben wie alle anderen, aber ihre Kinder haben kein Recht auf die Finanzierung ihres Schul- oder Kindergartenplatzes.

Um auf diese Situation aufmerksam zu machen und ihre zukunftsweisende Bildungsarbeit zu präsentieren, fand am Samstag, dem 27. April, in St. Pölten das „Fest der Bildung“ statt. Zwischen 9:00 und 16:00 Uhr präsentierten die Bildungsinitiativen ihre Konzepte und Methoden. Währenddessen wurde auf der Freilichtbühne und im Cinema Paradiso abwechslungsreiche Rahmenprogramme geboten: Die Sieger des Mal- und Fotowettbewerbs wurden prämiert, Gruppen von Kindern und Jugendlichen zeigten, was sie können, und Filme zum Thema Bildung wurden gezeigt.

Hochrangige Experten trafen sich zum Podiumsdialog. Während die einen den radikalen Ausbruch aus herrschenden Systemen empfahlen, setzten die anderen auf kontinuierliche Reformen. ÖVP-Abgeordneter Heuras sprach die Vorteile der Subventionierung des Individuums, nicht des Standortes an. Die Diskutanten waren sich einig, dass eine „Subjektförderung statt Objektförderung“ in Verbindung mit der Autonomie des Standorts, einen enormen Entwicklungsschub im gesamten Bildungssektor auslösen würde.

Alle Anwesenden sind überzeugt, dass die Reformpädagogik und alternative Bildungsangebote wertvolle Beiträge zur Weiterentwicklung des Schulwesens leisten. Nun ist es dringend notwendig, dass der verbalen Wertschätzung auch finanzielle Anerkennung folgt. Aus dem Amt der Niederösterreichischen Landesregierung heißt es, „dass man die Förderrichtlinien für diese Art der Privatkindergärten und -schulen überdenken müsse“. Ein Hoffnungsschimmer für die engagierten Eltern und PädagogInnen in der reformpädagogischen Landschaft Niederösterreichs?

Andrea Pisa



Aktualisiert (Dienstag, den 07. Mai 2013 um 14:02 Uhr)

 

Unter dem Ehrenschutz von
LH Dr. Erwin Pröll und Bgm. Mag. Mathias Stadler erstrahlt am
Sa 27. April 2013 der St. Pöltner Rathausplatz ganz im Zeichen der Reformpädagogik in Niederösterreich.
Alle Schulen und vorschulischen Bildungs- einrichtungen sind eingeladen, auf einem eigenen Stand Reformpädagogik zum Angreifen für Kinder und Erwachsene zu präsentieren.
Ein Marktplatz der Möglichkeiten zum Erkunden, was es in NÖ alles an innovativen Lernorten für Kinder und Jugendliche gibt.

Wir freuen uns über Ihre aktive Teilnahme!
Anmeldungen und Beiträge an mailto: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Aktualisiert (Sonntag, den 14. April 2013 um 14:38 Uhr)

 

Zum Download bitte anklicken:

 
Andrea Pisa und Egbert Amann-Ölz von der Plattform ZukunftBildung im Dezember 2012 bei
LH Dr. Erwin Pröll im Gespräch.
Dr. Pröll versichert ihnen, sich wie für die öffentlichen Schulen und Kindergärten in NÖ auch für die Finanzierung der Schulen, Kindergärten und Kindergruppen in freier Trägerschaft stark zu machen, und fürs erste jedenfalls den Ehrenschutz für das Fest der Bildung am 27.4.2013 in St. Pölten am Rathaus zu übernehmen.

Aktualisiert (Montag, den 28. Januar 2013 um 09:49 Uhr)

 
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